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Der künstlerischer Co-Leiter
des Harburger Vereins für Kultur und Wissenschaft (ca.1920
- 23), zusammen mit Illies, Kalckreuth, König und Flebbe, galt
in jungen Jahren - nach Einschätzung von Alfred Lichtwark (damaliger
Direktor der Hamburger Kunsthalle) als
einer der talentiertesten Hamburger Maler.
Als Schüler
von Arthur Siebelist ist sein Frühwerk gekennzeichnet
von lichten Farben und der naturalistischen Freilichtmalerei
im Stil des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897.
Interessantes Beispiel dieser Werkphase ist das Gemälde "Der
Bauer in Gut Moor - Klaus Weseloh" (Hamburger
Kunsthalle ANSEHEN).
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges
entwickelte Müller-Vogelsang seinen eigenständigen,
dunkel-expressiven Stil. Es entstanden dramatisch-eindringliche
Landschaftsbilder auch mit Harburger Motiven wie dem Falkenberg.

Falkenberg
- 1920
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges
Hinwendung zu abstrakter Landschaftsmalerei.
Die introvertierte
Person Müller-Vogelsang pflegte einen eher zurückgezogenen
Lebensstil und entzog sich dem gesellschaftlichen und künstlerischen
Leben Hamburgs. Das führte zu einem Extremfall von
Künstlertypus, der die Öffentlichkeit dermaßen
scheute, das öffentliche Ausstellungen selten waren
und nach
der nationalsozialistischen Machtübernahme bis zu
seinem
Tod 1975 von ihm nicht mehr initiert wurden.

Flußlandschaft
- 1934
Der künstlerische Nachlass
umfasst ca. 200 Werke und wird dankenswerter Weise von Frau
Florentine Neiss betreut.
Hermann Müller-Vogelsang ist aus
unserere Sicht einer der bedeutendsten Künstler der
Süderelbe-Region und auf einer Höhe mit bekannteren
Vertretern der Hamburger Freilichtmalerei / Expressionisten
zu nennen.
"Hamburger" nördlich
der Elbe sehen das gern anders - ein Schelm,
wer Böses dabei denkt.... Jens Ullheimer

Blick
vom Lotsekai (auf den Kanalplatz) - 1956
Harburger Hafen
vermutlich Kohlestudie als Basis für ein Gemälde
des Helms Museums (noch nicht eindeutig identifiziert)
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