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. STADTPARK

 

Georg Hölscher  1866 - 1932
Harburger Stadtpark  an der Außenmühle
in den kunsthistorischen Bereich Harburg

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Der Harburger Stadtpark wurde im Wesentlichen auf der Westseite des Außenmühlenteiches auf ehemaligem Privatgelände in Form von Wald und Parkanlagen angelegt.

Der Beginn der Aktivitäten zur Herstellung eines Stadtparks lässt sich auf das Jahr 1907 datieren, als der Magistrat dieser seinerzeit preußischen Stadt (vorher gehörte Harburg zum Königreich Hannover) ein nahezu unzugängliches - 3,5 ha großes - Gelände an der Außenmühle erwarb. Dieses Gelände wurde 1913 um weitere 18 ha erweitert, in einer Zeit also, in der im benachbarten Hamburg die lang anhaltende und intensive Stadtparkdiskussion mit dem Bau der Anlage in Winterhude zunächst ihren Abschluss hatte
und als Ferdinand Tutenberg in Altona begann, dort den großen Volkspark zu bauen.

In Harburg bekam Georg Hölscher ( 1866 - 1932 ), Inhaber einer großen Gärtnerei und bereits seit längerem nebenberuflich auch als Stadt-Obergärtner tätig, den Auftrag zur Planung eines Stadtparks an der Westseite des Außenmühlenteiches. Noch 1913 begannen die Arbeiten, die jedoch mit Kriegsbeginn bald wieder eingestellt werden mussten und anders als in Altona nach Kriegsende nicht sofort wieder aufgenommen worden sind.

Erst mehr als 10 Jahre später konnten die begonnenen Arbeiten zu Ende geführt und durch weitere Landkäufe der Park vergrößert werden. Dabei musste sich der Magistrat nicht zuletzt auch mit dem Projekt der immer wieder vorgestellten Planung einer Uferstraße mit Villenbebauung auseinander setzen, wie sie beispielsweise an der Hamburger Außenalster bereits vorhanden war.

Nun zusammen mit seinem Sohn Ferdinand übernahm Georg Hölscher wiederum die Planung. Im Mai 1926 wurde der Park u.a. anderem mit einer Rede Tutenbergs aus dem benachbarten Altona der Bevölkerung übergeben, ein begonnener zweiter Bauabschnitt im Nordwesten konnte im darauf folgenden Jahr fertig gestellt werden.

1950 wurde der Stadtpark wiederum erweitert, diesmal um die verbleibenden Flächen des Marx'schen Geländes mit den Resten der Zündschnurfabrik. Im Frühjahr 1953, kurz bevor in Hamburg die IGA 1953 eröffnet wurde, konnten die Arbeiten fertig gestellt werden. Letzte Erweiterungen fanden 1985-87 vor allem in den südlichen Bereichen statt. Schwerpunkte waren diesmal neben der Naherholung die Schaffung von Biotopflächen und Vogelschutzgebieten.

Ein eigenes Kapitel bildet der Bau der Badeanstalt. Bereits 1890 wurde am Außenmühlenteich eine durch den Magistrat verpachtete Badeanstalt betrieben; Handelte es sich zunächst um eine übliche Bretterbadeanstalt mit getrennten Abteilungen, wurde nach 1924 ein großzügiger Neubau in Form eines Strandbades in Betrieb genommen und in die Gesamtanlage der Außenmühlengrünflächen
zusammen mit zahlreichen Kleingartenflächen integriert.
Heute befindet sich hier ein großes Freizeithallenbad.

Text entnommen und gekürzt aus ::

HEINO GRUNERT ::
Volksparkanlagen in Hamburg

 

 

 

 

Georg Hölscher
Ferdinand Hölscher

Georg Hölscher

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Ferdinand Hölscher 1891 - 1976

Ferdinand Hölschers Anteil an der Gestaltung des Harburger Stadtparks drückt sich eindrucksvoll in Form des einzigartigen Schulgartens aus.

Freund der naturalistisch expressiven Harburger Künstlerpersönlichkeit

Fritz Flebbe

Der Schulgarten

Der seit 1897 auf Betreiben der Harburger Lehrerschaft eingerichtete Schulgarten befand sich zunächst an wechselnden Standorten im Stadtgebiet. 1929-32 wurde er schließlich unmittelbar nördlich des Stadtparks in neuer Form auf dem Gelände einer ca. 8 ha großen Sandfläche im Rahmen von
Notstandsprogrammen grundlegend neu gebaut und feierlich eröffnet.

Schulgarten-Entwurf aus dem Jahre 1933

Schulgarten-Entwurf aus dem Jahre 1933

Der Schulgarten-Entwurf aus dem Jahre 1933 zeigt detailliert den »Schul-, Schau- und Pflanzengarten« mit seinen zahlreichen Sondergärten, die Möglichkeiten zum Unterricht boten. Er enthielt unter Verwendung heimischer Gehölze und Stauden aber auch landschaftlich gestaltete Bereiche, die reinen Erholungszwecken dienten.
In der repräsentativen Hauptachse gab es einen Anzuchtgarten, einen Pflanzenliefergarten, einen Dahliengarten und schließlich die Sommerblumenterrasse, über die in weiterer Folge der Stadtpark
erreichbar war. Neben der Hauptachse gliederten sich Kultur- und Historische Gärten an. Es gab aber auch Schüler-Arbeitsgärten, Schulräume und Gewächshäuser, Biologische Gärten, Musterkleingärten und Grundschulgärten.


Der Entwurf zählt zu Ferdinand Hölschers großen Leistungen und stellt mit seinem Programmangebot inhaltlich eine Seltenheit, wenn nicht Einmaligkeit dar.

 

 

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Fotos vom Stadtpark

Kunst im Stadtpark



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Luftaufnahme 1931
rechts das Strandbad - links unten der Stadtpark
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