" Ich gehe gleich zu einem
Zauberer und lasse mich in eine Maus verwandeln" ( Jean
Dubuffet )
Bilder
- Formen - Farben - Rausch
Der
Impuls vieler Werke liegt bei Andrea Rausch nicht im Gegenständlichen,
sondern im Malen selbst.
Der
Werkprozess setzt mit einem "Beschmutzen" der puren Leinwand
ein - einer Form, einer Farbe - von deren Reiz ausgehend sich das Bild
assoziativ entwickelt. Die
Wurzeln ihrer Bildsprache liegen in ihrer eigenen Phantasie, gespeist
aus autobiographischen Skizzen, emotionalen Zuständen - Erfahrungen,
die sie im Laufe ihrers Lebens gesammelt hat.
Persönliche
Erinnerungen und Imaginationen - für die sie auf der Leinwand
eine poetische Welt geschaffen hat - werden mit einer begrifflichen
Ebene verknüpft. Diese gibt einen Denkanstoß zur Deutung
des Bildes, lässt sich jedoch niemals auf eine eindeutige Interpretation
festlegen. Ihre
Werke bilden offene Systeme, in denen sich der Betrachter selbst in
Bewegung setzen muss, um zu finden, was seinem Bild entspricht.
Die
aktuelle Werkphase wird bestimmt von der Rückkehr zur menschlichen
Figur. Andrea Rausch greift hier auf sehr alte Bildtraditionen zurück,
um menschliche Erfahrungen von Werden und Vergehen zu vermitteln
- gespiegelt auch in der jüngeren Erfahrung von Schwangerschaft
und Geburt ihres Sohnes Felix.
Silvia Baumgart
Text entnommen dem Katalog - anlässlich
einer Ausstellung in der Galerie am Großneumarkt 2001 - gekürzt
und geringfügig modifiziert
Andrea
Rausch - 13 : 13 - Ausstellungsarbeit
Kunstverein Harburger Bahnhof (Hamburg Süd)
" Frauen mit ... " 2004
Mischtechnik auf Papier / je 80 x 60 cm
BIOGRAPHIE
1960 in Hamburg geboren 1980-85 Hochschule
für bildende Künste, Hamburg 1985-86/1990-91 Master of Art, Royal Collage of Art,
London
Stipendien
1990 Rotary Club Stiftung, London
R.C.A.
1985 Deutscher akademischer Ausstauschdienst
(DAAD), London R.C.A.