In
vielen Harburger Gaststätten und Betriebsräumen
hingen in den 1950er und 1960er Jahren Bilder mit Harburger
Motiven, die von dem Harburger Maler Otto Ewerien (* 21.
Mai 1900, † 19.01.1965) geschaffen worden sind. Dieser hatte
sein erstes Atelier in der damaligen Kleinen Feldstrasse
17 im Phoenixviertel.
Bekannt war Eweriens seinerzeit
vor allem als „Gaststättenmaler“,
der es, aus dem Harburger Arbeitermilieu im Phoenix-Viertel
stammend, über den Beruf des Formers und Dekorationsmalers
als Autodidakt zum Kunstmaler gebracht hat.
Deichbruch -
1962
Vieles
an Aufzeichnungen und Bildern ist bei der Zerstörung
von Eweriens Atelier im 2. Weltkrieg vernichtet worden..
Aber auch in vielen Harburger Privathaushalten befinden
sich Bilder Eweriens, darunter auch manches Portrait
Harburger Bürger. Auch das Helms-Museum besitzt
einige Bilder Eweriens, darunter ein besonderer Schatz:
Die Ansicht des im 2. Weltkrieg zerstörten Rathauses,
das vom damaligen Senator Höhlein in Auftrag gegeben
worden ist.
Harburger
Rathaus - Ende 1940er Jahre, Helms-Museum
Auch die zerstörte
St. Johanniskirche und die von Bomben schwer mitgenommene
Handwerkskammer hat Ewerien in Bildern festgehalten.
Selbstbildnis Otto Ewerien 1960. Privatbesitz
1900
- 1965
Harburg
- Am Sand - 1959
Ein
Werkverzeichnis durch Stefan Rather ist in Arbeit,
und ein
Beitrag von ihm für
das Harburger Jahrbuch und möglicherweise
auch eine Ausstellung sollen an den Harburger
Kunstmaler erinnern.
Stefan
Rather und Dr. Rüdiger
Articus suchen aus diesem Grund Menschen in deren
Privatbesitz sich Gemälde und Zeichnungen
Eweriens befinden oder die Otto Ewerien noch persönlich
gekannt haben.
Ansprechpartner:
Stefan Rather, Marmstorfer
Weg 36, 21077 Hamburg, Tel. 040-7603916, Mail:
stefan@rather.de