Eine
Analyse zu finden vom Gegenständlichen zum Abstrakten
- im gegenseitigen Wechsel,
kennzeichnet meine Arbeiten.
Das
Gesetz der Äquivalenz bedeutet mir mehr als das
Mathematisch-Statische. Es schafft mir die Kraft, in
der Vielfalt der geistigen Umwelt und des Geschehens
jene Ausgeglichenheit zu finden, und mich selbstkritisch
zu erhalten und zu festigen.

erinnerungen
an hamburg - 1951
Wie
entstehen meine Bilder? Welches sind die Impulse, die mich
zum Schaffen anregen? Nun, es sind Erlebnisse meiner Umwelt,
die ich festhalten möchte. Für
mich bedeutet Malen, Erlebtes mitzuteilen, Empfindungen
sichtbar zu machen, und das ist etwas ganz anderes als
Bilder oder Abbilder des Gesehenen Wiederzugeben.
Es
müssen Zeichen und Farbklänge gefunden werden,
die im Beschauer ähnliche Gefühle hervorrufen,
wie sie der Maler vor und während des Gestaltungsprozesses
erlebt.
Das gelingt umso besser, je bewusster die Aussagekraft der Farben und
Formen ist, je klarer der Maler ihre Sprache beherrscht.

sonnige
vorstadt -1929
Eine
Sprache beherrschen heißt aber nicht, dass Herz und
Gefühl ausgeschaltet werden müssen, um dem Verstand
allein das Feld zu überlassen. In unserer Zeit - mit
der Gefahr eiskalten Verstandeskalküls auf der eine
Seite und hemmungsloser, formloser Gefühlsausbrüche
auf der anderen Seite - ist es doppelt notwendig, wieder
den Glauben an die Harmonie von Gefühl und Verstand
zu gewinnen.
Adolf-Georg B.
Cohrs
Auszüge
aus der Veröffentlichung " Selbstzeugnis"
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