Auf einem ca. 3 ha großen Heidegrundstück, zwischen Jesteburg
und Lüllau mitten im Wald gelegen, befindet sich ein -
in Deutschland - einmaliges Gesamtkunstwerk. Hier verwirklichten
Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull
ihren Lebenstraum von einer Stätte, an der die verschiedenen
Künste aufeinandertreffen und zu einer Einheit verschmelzen.

Von
1912 - 1950 arbeitete Johann Bossard ( ab 1926 zusammen
mit Jutta Bossard-Krull ) - abseits der gesellschaftlichen
Kunstszene der Großstadt Hamburg - an diesem faszinierenden
Monument menschlichen Schöpfungswillens. In Europa
wage vergleichbar mit dem Tarot-Garten der in 2002 verstorbenen
Künstlerin Niki de Saint Phalle.
Sie bauten ein Wohn- und Atelierhaus, einen Kunsttempel, gestalteten
den Garten künstlerisch und schufen zahlreiche Bilder und Plastiken,
bis hin zu kunsthandwerklichen Ausgestaltungen von Geschirr und musikalischen
Kompositionen.

Ausschnitt
Tempelzyklus 1 - Öl auf Leinwand - 1926
Johann Michael Bossard´s Arbeit umfasst weit über
7000 Kunstwerke, von denen allein 5000 in der Kunststätte
vereint sind.
Die introvertierte Person Bossard pflegte einen eher zurückgezogenen
Lebensstil und entzog sich dem gesellschaftlichen und künstlerischen
Leben Hamburgs. Das mag auch dazu beigetragen haben, dass er im Dritten
Reich nicht als "entarteter" Künstler verfolgt wurde,
denn viele Arbeiten an der Kunststätte hätten als "entartet" gelten
können. Das Lebenswerk des Künstlerpaares Bossard ist in der
Kunstwelt relativ unbekannt. Doch - wie Johann einst orakelte " Die
Meinen werden mich schon mal finden " - finden tatsächlich
immer mehr den Weg in diese idyllische Kunst-Oase und nachfolgend wird
den Bossards die Anerkennung zuteil, die ihnen schon zu Lebzeiten hätte
zukommen müssen. Eines der absoluten Top-Highlights in der norddeutschen
Kunstlandschaft.
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