M
A L E R E I
| Arbeiten von Monica Bohlmann ansehen
| in
die BILDER-GALERIE Monica
Bohlmann
Seit
2003 stehen Menschenbildnisse - vor allem das
Thema Frau -
im Mittelpunkt der Arbeit von Monica Bohlmann.
"affenmädchen" 2005 öl
auf leinwand
"schlaf" 2006 öl
auf leinwand
"sommer" 2008 öl
auf leinwand
aus der serie „Mädchen,
Models, Ikonen“ 2011
Anatomie & Mode
aus der serie
„Mädchen, Models, Ikonen“ 2011
Einerseits scheinen sie von der lichten und
warmen Welt der Frauen, von Themen wie Geburt, Weiblichkeit und
Schönheit durchtränkt,
was sich auch in anschmiegsamen, weichen Materialien und Tüchern
wie Leinen, Wattevlies oder dem Verwenden schützenden Wachses
spiegelt, andererseits führen sie durch das Aufdrucken starker
digitaler Fotomotive inhaltlich montierte Irritationen ein, Schockmomente,
die sich dem Auge manchmal erst auf den zweiten Moment vollständig
in ihrer Bedeutung enthüllen.
Vielleicht ist es angesichts des „konfrontativen
Ansatzes“ von Monica Bohlmann kein Zufall, dass das Sticken ihre
nachhaltige Aufmerksamkeit
gewonnen hat, dass die Künstlerin mit der Nadel zu malen beginnt,
in die Fläche vordringt und aus dem Zusammen von Maschine und
Hand ihre Arbeiten schafft: Früher war das Nähen eine domestizierende
Tätigkeit für die Frau am heimischen Herd: Harmlos, weiblich,
nützlich. Bohlmann bedient sich dieses tradierten Kontextes,
um Themen, die die Welt der Frauen um so nachhaltiger aufbrechen,
als überraschenden Sprengsatz einzuführen und den Horizont
des weiblichen Gefängnisses zu transzendieren: In die sublime
Eleganz der Modewelt und Modefotografie schreibt Bohlmann die Endlichkeit
des menschlichen Körpers in seiner radikalsten Form ein, indem
sie digital bearbeitete Modebilder mit Anatomie bestickt –
Knochen, Blutbahnen, Organe: der „anatomisch
geöffnete Körper“
aus der Serie „Mädchen, Models, Ikonen“ mahnt so nicht nur an
eine Pseudo-Wissenschaftlichkeit, sondern vor allem an das durch
Schönheit und Jugend Verdrängte – nämlich den Tod,
ist „Vanitas-Motiv“ und „Memento Mori“ zugleich. Dass, was die Perfektion
der Modefotografie zu überdecken scheint, tritt durch das Aufsticken
radikal in den Vordergrund: Die vermeintliche harmlose „Weiblichkeit“
und Konsumierbarkeit der Arbeiten von Monica Bohlmann wird so gebrochen
und ironisch subvertiert.
Monica Bohlmann zeigt aktuelle Stickobjekte |Auswahl
ansehen
Im Spannungsfeld von Handarbeit und computergesteuerter
Maschinenpräzision verklammert Bohlmann Vergangen-Antiquiertes
und den neuesten Stand der technischen Moderne als Arbeitstechniken
| Knochen, Blutbahnen, Organe: der „anatomisch geöffnete
Körper trifft auf Schönheit und Jugend.
Eröffnung: FR 07 OKT 11 ab
19 Uhr
Ausstellung: bis 05. NOV 11
Eintritt frei
Galerie Renate Kammer
| Münzplatz 11, 20097 Hamburg
| DIE - FR 12-18 Uhr
| SA 11-15 Uhr
2004 Burmeister und Zander-Böhm Hamburg „Ein deutsches Familienalbum
1941-1945“
2005 Kunstverein Harburger Bahnhof 13:13, eine Ausstellung
des Helms-Museums Hamburg
Süd 2005 Galerie Die Rampe Bielefeld
„en vogue“ 2005 Implosion,
Schauraum, Hamburg